Balance

Es ist doch komisch. Da hegt und pflegt man sich, gönnt sich Ruhe und einen schönen langen Spaziergang, und das auch noch bewusst und ganz und gar gewollt. Alles, um sich zu entspannen, um zur Ruhe zu kommen und den Stress des Alltags abzuschütteln.
Alles wunderbar. Muß ja auch mal sein, wirklich.
Aber wieso muß ich dann so verdammt lange überlegen, wenn mich jemand fragt, was ich am letzten Wochenende gemacht habe? Warum muß ich erstmal zwei Minuten in mich gehen, um mir dann eine vage, nebelverhangene Auskunft über fernsehen/lesen/erholen abringen zu können?
Hatte man im Gegensatz dazu ein vollgestopftes, anstrengendes Wochenende, weiß man genau, was wann war, und kann ohne jegliche Probleme für ein Viertelstündchen zum Alleinunterhalter werden. Und irgendwie scheint dieses Wochenende auch länger gewesen zu sein. Im Nachhinein, natürlich. Während man drin war, floss es wie Wasser durch die Finger.
Sind also die entspannten Tage die langweiligen? Und die anstrengenden die spannenden? Ja! Und nein. Irgendwie muß es möglich sein, die Balance zwischen diesen beiden Polen zu finden. Nur Entspannung wird in der Tat irgendwann langweilig. Wenn nichts mehr passiert, verliert das Leben doch beträchtlich an Würze. Aber zuviel an Würze bringt die Geschmacksnerven um – immer nur Chili? Man stelle sich das vor, morgens, mittags, abends…
Balance – das ist es…

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