Ostereier

Zu Ostern habe ich eine Packung Wachteleier gekauft. Sie lief mir völlig unerwartet im Supermarkt über den Weg, als ich eigentlich ganz normale Eier kaufen wollte. 18 kleine, gefleckte Eierchen in einer hässlichen Klarsichtverpackung, mit gaaanz vielen Vitaminen und Spurenelementen laut Papieraufkleber.
Zuhause habe ich dann eins der kleinen Dingelchen herausgenommen und war entzückt: So klein und so perfekt, mit hübschen dunkelbraunen Flecken auf cremeweißen Grund, jedes unterschiedlich zum anderen. Perfekt für die Osterdeko. Drei Stück habe ich vorsichtig ausgeblasen (das funktioniert viel besser als bei den großen) und zum Trocknen gelegt.
Und dann stand ich einfach eine Minute lang da, ein Ei in der Hand, und hab so vor mich hin gestaunt… soviele Unterschiede bei fast derselben Funktion, ein Ei ist ein Ei ist ein Ei… weiße, braune, gefleckte, grüne, blaue, winzig klein oder Straußenei, und soviele verschiedene Tiere, die darin wachsen. Und ganz nebenbei können wir sie auch noch essen, wenn wir sie den Eierlegern schnell genug stibitzen – was wäre schon ein Sonntagsfrühstück ohne Sonntagsei?
Das hätte Er auch anders haben können – einheitlich schmuddelbraun, so eine Tarnung hätte es bestimmt auch getan, aber nein, es mussten gleich wieder alle möglichen Variationen und Farbkombinationen sein…
Die modernen Designer denken, sie hätten die Formel „Form folgt der Funktion“ erfunden. Lächerlich! Das beste Design gab es schon lange vor ihnen, und die Marke ist eindeutig, erfolgreich und immer erkennbar: „Made by God“.

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